Was kostet ein Urlaub auf Ibiza? So rechnest du
Was ein Urlaub auf Ibiza kostet, hängt von dir ab: eine Rechenhilfe mit den offiziellen Zahlen für Touristensteuer, Bus und Taxi und einer Vorlage zum Füllen.
Zeiten, Preise und Regeln ändern sich. Die Angaben hier sind auf dem Stand vom . Prüfe sie vor deinem Besuch bei der offiziellen Stelle – die Links findest du unter Quellen.
«Was kostet eine Woche Ibiza?» ist eine der häufigsten Fragen vor der Reise, und sie hat keine ehrliche Pauschalantwort. Zwischen einem Hostelbett im Mai und einer Villa im August liegen Welten. Statt dir eine erfundene Durchschnittssumme zu nennen, geben wir dir hier eine Rechenhilfe: Du gehst die Posten der Reihe nach durch und setzt deine eigenen Zahlen ein. Wo es offizielle Preise gibt, etwa bei Touristensteuer, Bus und Taxi, nennen wir sie mit Quelle. Alle anderen Preise ändern sich zu schnell, als dass eine Zahl hier lange stimmen würde.
Schritt 1: Anreise
Der erste große Posten ist der Weg auf die Insel. Die meisten kommen mit dem Flugzeug, einige mit der Fähre über das Festland oder Mallorca. Flugpreise schwanken stark nach Saison, Wochentag und Buchungszeitpunkt; vergleiche deshalb verschiedene Abflughäfen und Reisetage. Rechne Gepäck und die Fahrt zum Abflughafen gleich mit ein, sie werden gern vergessen. Welche Verbindungen es gibt, steht in Flug nach Ibiza und in Mit der Fähre nach Ibiza.
Schritt 2: Unterkunft und Touristensteuer
Die Unterkunft ist der zweite große Block. Rechne hier den Preis pro Nacht mal die Anzahl der Nächte und prüfe, ob Reinigung oder andere Gebühren extra kommen.
Dazu kommt die Touristensteuer der Balearen, die die Unterkunft bei dir einzieht. Sie beträgt je nach Art der Unterkunft 1 bis 4 Euro pro Person und Tag; unter 16-Jährige sind befreit, in der Nebensaison vom 1. November bis 30. April gibt es 75 % Nachlass, und ab dem neunten Tag in derselben Unterkunft 50 %[1]. Die Formel lautet also: Tage mal Personen ab 16 Jahren mal Tagessatz. Ein Rechenbeispiel mit dem höchsten Satz: Zwei Erwachsene, sieben Tage im Sommer, 4 Euro pro Tag ergeben höchstens 56 Euro; im April wären es mit dem Nachlass nur ein Viertel davon[1]. Welcher Satz für deine Unterkunft gilt, erklärt Touristensteuer auf den Balearen.
Schritt 3: Unterwegs auf der Insel
Hier entscheidest du zwischen drei Modellen: Bus, Taxi oder Mietwagen. Für Bus und Taxi gibt es offizielle Tarife.
Beim Bus richtet sich der Preis nach der Entfernung. Laut Betreiber Alsa kostet eine Fahrt bis 9 Kilometer mit Karte oder QR-Code 1,70 Euro und bar 2,40 Euro, über 18 Kilometer 2,60 bzw. 3,60 Euro; die Flughafenlinien kosten mit Karte oder QR 3,50 oder 4,00 Euro[2]. Wer viel fährt, rechnet das Abono T4 dagegen: 25 Euro für 96 Stunden beliebig viele Fahrten auf allen Linien[3].
Beim Taxi setzt sich der Preis aus Grundgebühr, Kilometerpreis und Zuschlägen zusammen. Aena nennt nach dem Amtsblatt der Balearen eine Grundgebühr von 4,00 Euro, tags 1,21 Euro pro Kilometer, nachts oder feiertags 1,47 Euro und 2,00 Euro Zuschlag ab Hafen oder Flughafen[4]. Eine Fahrt von 10 Kilometern tagsüber ab dem Flughafen läge nach dieser Rechnung bei 4,00 plus 12,10 plus 2,00, also 18,10 Euro, ohne Wartezeiten[4]. Was am Ende zählt, ist das Taxameter.
Den Mietwagen rechnest du mit Tagespreis, Versicherung, Kraftstoff und Parkgebühren. Ob du ihn überhaupt brauchst, klären Mietwagen auf Ibiza und Ibiza ohne Auto.
Schritt 4: Essen und Trinken
Für die Verpflegung gibt es keine offizielle Preisliste, und die Spanne ist riesig. Am einfachsten schätzt du einen Tagessatz pro Person aus drei Bausteinen: Frühstück, Mittagessen, Abendessen, dazu Wasser und Getränke. Wer mittags das Menú del día isst und abends selbst einkauft, kommt mit deutlich weniger aus als jemand, der zweimal am Tag im Restaurant sitzt. Tipps dazu stehen in Günstig essen auf Ibiza.
Schritt 5: Aktivitäten und Ausgehen
Strandtage kosten nichts, wenn du Handtuch und Schirm mitbringst: Der Küstenstreifen ist in Spanien frei und kostenlos zugänglich[5]. Bezahlen musst du Liegen, Bootsausflüge, Kurse und Clubnächte. Plane solche Höhepunkte bewusst ein, statt sie spontan jeden Tag dazuzunehmen. Ideen für Tage ohne Eintritt findest du in Kostenlos auf Ibiza.
Schritt 6: Puffer und Versicherung
Leg zum Schluss einen Puffer für Unvorhergesehenes an. Dazu gehört die Gesundheit: Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte hast du in Spanien dieselben Rechte wie dort Versicherte, aber nur bei öffentlichen Anbietern, und sie deckt weder Notfallrettung noch Rücktransport ab[6]. Eine Reisekrankenversicherung gehört deshalb in die Rechnung. Mehr dazu in Gesundheit und Arzt auf Ibiza.
Deine Vorlage
Schreib dir die sechs Posten untereinander: Anreise, Unterkunft samt Touristensteuer, Mobilität, Essen pro Tag mal Tage, Aktivitäten, Puffer. Addiere sie, und du hast eine Summe, die zu deinem Urlaub passt. Wie du einzelne Posten senkst, zeigt Ibiza günstig; alle Guides zum Thema findest du unter Ibiza mit kleinem Budget.
Quellen
Jede konkrete Angabe stützt sich auf eine dieser offiziellen Quellen.
Das Gesetz 2/2016 der Balearen regelt die Steuer auf touristische Aufenthalte: Steuerschuldner ist die Person, die sich aufhält; befreit sind unter 16-Jährige; der Tarif liegt je nach Unterkunftsart bei 1 bis 4 Euro pro Tag, mit 75 % Nachlass in der Nebensaison (1. November bis 30. April) und 50 % Nachlass ab dem neunten Tag in derselben Unterkunft; die Unterkunft zieht die Steuer ein.
Alsa Ibiza veröffentlicht die Bustarife nach Entfernungsstufen: von 0 bis 9 km kostet die Fahrt mit Karte oder QR-Code 1,70 Euro und bar 2,40 Euro, ab 18 km mit Karte oder QR 2,60 Euro und bar 3,60 Euro; auf den Flughafenlinien zahlst du mit Karte oder QR 3,50 bzw. 4,00 Euro und bar 4,90 bzw. 5,60 Euro.
Das Abono T4 kostet 25 Euro und erlaubt 96 Stunden (4 Tage) ab der ersten Entwertung beliebig viele Fahrten auf allen Buslinien der Insel; es ist persönlich und nicht übertragbar.
Aena nennt für Taxis auf Ibiza die Tarife laut Amtsblatt der Balearen (BOIB) vom 29. April 2023: Kilometerpreis tags 1,21 Euro, nachts oder feiertags 1,47 Euro, Grundgebühr 4,00 Euro, Zuschlag Hafen oder Flughafen 2,00 Euro, Zuschlag Funkbestellung 1,45 Euro; Koffer werden kostenlos befördert, jedes Taxi hat ein Taxameter.
Nach dem spanischen Küstengesetz ist der Küstenstreifen für Spazieren, Verweilen und Baden frei, öffentlich und kostenlos zugänglich; Strände sind kein Privatbesitz.
Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte hast du bei vorübergehendem Aufenthalt in einem anderen EU-Land dieselben Rechte auf Gesundheitsversorgung wie die dort Versicherten; sie gilt nur bei öffentlichen Anbietern und deckt keine Notfallrettung und keine Rückführung ins Heimatland ab.
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