Ibiza in 3 Tagen: das Wichtigste ohne Hektik
Ibiza in 3 Tagen: Altstadt, Westküste und der ruhige Osten in einem entspannten Plan – mit Hinweisen, was du weglassen kannst.
Drei Tage reichen nicht, um Ibiza kennenzulernen. Für ein gutes erstes Bild reichen sie aber, um ein gutes Gefühl für die Insel zu bekommen, wenn du dich auf wenige Orte konzentrierst und nicht versuchst, alles abzuhaken. Dieser Plan teilt die Insel in drei Gegenden: Ibiza-Stadt im Süden, die Westküste und den ruhigeren Osten. Jeder Tag hat einen Schwerpunkt und genug Luft für eine lange Mittagspause. Was du weglassen kannst, steht am Ende.
Bevor du losfährst: Standort und Transport
Für drei Tage lohnt sich ein einziger Standort. Am praktischsten ist Ibiza-Stadt oder die nähere Umgebung: Von dort erreichst du den Westen und den Osten in überschaubarer Zeit, und abends musst du nicht weit fahren. Wer lieber ruhig wohnt, nimmt Santa Eulària des Riu. Ob du dafür ein Auto brauchst, hängt vor allem von Tag zwei ab. Die Westküste mit ihren Buchten ist mit dem Mietwagen am bequemsten; wie das ohne geht, liest du in Ibiza ohne Auto. Alles zu Mietwagen findest du in Mietwagen auf Ibiza.
Tag 1: Ibiza-Stadt und Dalt Vila
Beginne den ersten Tag dort, wo die Geschichte der Insel am dichtesten ist. Dalt Vila, die befestigte Oberstadt, gehört zusammen mit den Seegraswiesen vor der Küste und den phönizischen Fundstätten zum UNESCO-Welterbe «Ibiza, Biodiversity and Culture»[1]. Ein guter Weg hinauf führt über die Plaça del Parc und den Passeig de Vara de Rey zum Portal de ses Taules, dem Tor in die Altstadt mit Kathedrale und Burg[2].
Lass dir Zeit für die Gassen und die Aussicht von den Mauern über Hafen und Meer. Am frühen Vormittag ist es dort oben angenehmer, im Hochsommer wird der Aufstieg in der Mittagshitze anstrengend. Danach geht es hinunter ins Hafenviertel La Marina mit weißen Gassen, kleinen Läden, Cafés und dem Mercat Vell[3]. Der Nachmittag gehört einer Pause in der Unterkunft oder einem kurzen Bad. Am Abend bleibst du in der Stadt und isst in der Marina oder unterhalb der Mauern. Mehr Hintergrund zur Altstadt findest du in Dalt Vila und im Porträt von Ibiza-Stadt.
Tag 2: Buchten im Westen und Sonnenuntergang
Der zweite Tag gehört dem Wasser. Die Gemeinde Sant Josep im Westen und Süden hat die meisten Strände und Buchten der Insel, darunter Cala Comte, Cala Bassa und Cala Vedella[4]. Such dir eine oder höchstens zwei davon aus, statt von Bucht zu Bucht zu fahren. Die Parkplätze sind klein und in der Hochsaison früh voll. Fahr deshalb zeitig los und bleib dann, wo es dir gefällt.
Wenn du nur eine Bucht schaffst, nimm die, die zu deinem Tag passt: Cala Comte für das klare, flache Wasser und den offenen Blick nach Westen, Cala Bassa für einen geschützten Sandstrand. Am späten Nachmittag fährst du weiter nach Sant Antoni de Portmany (San Antonio). Die Bucht und die Küste von Ses Variades sind für ihre Sonnenuntergänge bekannt[5]. Dort wird es zur goldenen Stunde voll; wenn du Ruhe suchst, findest du in Sonnenuntergang auf Ibiza weitere Ideen.
Tag 3: der ruhige Osten
Der letzte Tag ist bewusst langsamer. Santa Eulària des Riu an der Ostküste ist für seine Ruhe und seine Promenade bekannt und hat einen Jachthafen und eine römische Brücke[6]. Geh am Morgen hinauf zum Puig de Missa. Die Wehrkirche dort gehört zu den ältesten der Insel und diente früher auch als Schutz für die Bevölkerung[7]. Oben ist es ruhig, und der Blick reicht über den Ort bis zum Meer.
Fällt dein dritter Tag auf einen Mittwoch oder einen Samstag, kannst du einen Markt einbauen: In der Gemeinde finden der Markt in Es Canar (mittwochs) und Las Dalias (samstags) statt[8]. Prüfe die aktuellen Zeiten beim Veranstalter, bevor du hinfährst. Den Nachmittag verbringst du an einer der kleinen Buchten in der Nähe oder an der Promenade. Mehr über den Ort steht in Santa Eulària des Riu.
Was du weglassen kannst
Drei Tage zwingen zur Auswahl. Wir raten zu weniger Programm, nicht zu mehr:
- Formentera: Ein Tagesausflug auf die Nachbarinsel ist schön, frisst aber einen ganzen Tag. Bei drei Tagen ist er zu viel. Wenn du wiederkommst, plane ihn mit der Route Ibiza und Formentera.
- Der Norden: Die weißen Dörfer und Wälder im Norden verdienen eigene Tage. Heb dir den Norden für die Route durch den Norden auf.
- Clubnächte: Eine lange Nacht kostet dich den nächsten Vormittag. Wenn sie dir wichtig ist, leg sie auf den letzten Abend.
Wenn du doch länger bleibst
Merkst du schon am zweiten Tag, dass dir die Insel zu schade für ein kurzes Wochenende ist, findest du in der Route für eine Woche einen Plan, der diese drei Tage weiterführt. Weitere Routen und Ideen sammeln wir im Bereich Reiserouten.
Quellen
Jede konkrete Angabe stützt sich auf eine dieser offiziellen Quellen.
Ibiza ist seit 1999 als «Ibiza, Biodiversity and Culture» UNESCO-Welterbe; dazu gehören die Altstadt Dalt Vila, die Nekropole Puig des Molins, die phönizische Siedlung Sa Caleta und Posidonia-Seegraswiesen.
Über die Plaça del Parc und den Passeig de Vara de Rey erreicht man das Portal de ses Taules, den Zugang nach Dalt Vila mit Kathedrale und Burg.
Im Viertel La Marina gibt es weiße Gassen mit Läden, Adlib-Mode, Cafés und den Mercat Vell mit frischen Produkten; am Sporthafen liegen die Yachten.
Sant Josep ist die Gemeinde mit den meisten Stränden und Buchten Ibizas, darunter Cala Comte, Cala Bassa und Cala Vedella.
Sant Antoni ist bekannt für seine Bucht und die Sonnenuntergänge an der Küste von Ses Variades.
Santa Eulària des Riu liegt an der Küste im Osten der Insel und ist für seine Ruhe und seine Promenade bekannt; es hat einen Jachthafen und eine römische Brücke.
Die Wehrkirche auf dem Puig de Missa ist eine der ältesten Kirchen der Insel und diente auch dem Schutz der Bevölkerung bei Angriffen.
In der Gemeinde finden die bekanntesten Märkte Ibizas statt, darunter Las Dalias (samstags) und Es Canar (mittwochs).
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