Naturpark Ses Salines: Lagunen, Flamingos und Regeln
Der Naturpark Ses Salines zwischen Ibiza und Formentera: was er umfasst, welche Zonen gesperrt sind, was verboten ist und wie du ihn ohne Schaden besuchst.
Zeiten, Preise und Regeln ändern sich. Die Angaben hier sind auf dem Stand vom . Prüfe sie vor deinem Besuch bei der offiziellen Stelle – die Links findest du unter Quellen.
Der Naturpark Ses Salines ist eines der wichtigsten Schutzgebiete der Pityusen. Er verbindet Land und Meer und reicht von der Südspitze Ibizas bis zum Norden von Formentera. Wenn du die weißen Salzberge, die flachen Lagunen und die langen Sandstrände im Süden besuchst, bewegst du dich in diesem Park. Diese Guide erklärt dir, was das Gebiet ausmacht, welche Zonen für Besucher gesperrt sind und welche Regeln du kennen musst, damit dein Ausflug keinen Schaden anrichtet. Die Regeln stammen von der Regierung der Balearen und können sich ändern; prüfe vor dem Besuch die offizielle Seite.
Was gehört zum Park?
Der Park liegt zwischen Ibiza und Formentera und schließt den Meeresarm ein, der die beiden Inseln trennt. Er erstreckt sich über die Gemeinden Sant Josep de sa Talaia und Formentera. Insgesamt sind es rund 2752,5 Hektar Land und 14.028 Hektar Meer[1]. Der Park ist ein Rast- und Brutplatz für Zugvögel[1]. Etwa 85 Prozent des Gebiets sind Meer; dort wachsen die Seegraswiesen der Posidonia oceanica, die als die am besten erhaltenen des Mittelmeers gelten und seit 1999 zum UNESCO-Welterbe gehören[2]. Im Park wurden rund 210 Vogelarten gezählt[2].
Was ist offen, was ist gesperrt?
Der Park ist an allen Tagen des Jahres rund um die Uhr zugänglich. Das heißt aber nicht, dass du überall hin darfst. Gesperrt für Besucher sind die Salzlagunen, die Dünensysteme, das Kap Cap des Falcó während der Brutzeit vom 1. März bis 31. Juli, die Inselchen und alles abseits der erlaubten Wege[3]. Bleib also auf Wegen, Stegen und markierten Pfaden und betritt keine Dünen, auch wenn Trampelpfade den Eindruck erwecken, es sei erlaubt.
Was ist verboten?
Die Regierung nennt als nicht vereinbar mit dem Schutz unter anderem: Jetskis, Speerfischen, das Baden und den Gebrauch des Schlamms in der Lagune von s'Espalmador, das Betreten der Inselchen sowie das Entnehmen von Tieren und Pflanzen, an Land wie im Meer[3]. Vorher genehmigen lassen musst du Forschungsprojekte, Tauchen und Film- oder Fotoaufnahmen[3]. Wenn du Aufnahmen für ein Projekt planst, frag deshalb vorher beim Park nach. Eine Schlammpackung in s'Espalmador ist ausdrücklich verboten, auch wenn man sie auf Social-Media-Bildern sieht.
Mit dem Boot im Park
Wer mit dem Boot kommt, achtet auf den Meeresboden: Ankern ist nur auf erlaubten Sandflächen gestattet; auf Posidonia und in Sperrzonen ist es verboten[4]. Eine Nacht vor Anker ist mit einer täglichen oder jährlichen Genehmigung möglich[4]. Die Regeln dazu erklärt Posidonia: warum Ankern im Seegras verboten ist. Wenn du ein Boot mieten willst, hilft dir Boot mieten auf Ibiza.
Das Besucherzentrum Sant Francesc
Wenn du etwas über den Park lernen willst, ist das Zentrum in Sant Francesc de s'Estany der beste Anlaufpunkt. Es liegt in den Räumen der Kirche an der Straße PM 802 Richtung Ses Salines und ist zu Fuß, mit dem Auto, dem Rad oder mit den ALSA-Linien 11 und 11B zu erreichen. Es zeigt eine Ausstellung zur Salzgewinnung und einen Film über den Park. Die Informationsstelle des Parks erreichst du unter 971 17 76 88[5]. Öffnungszeiten nennen wir nicht, weil wir dafür keine aktuelle Angabe haben; frag dort nach.
Barrierefrei durch den Park
Auch wer sich nur mit Hilfe in der Natur bewegen kann, soll den Park erleben können. Dafür gibt es einen Joëlette, einen einrädrigen Geländestuhl mit Begleitern. Die Leihe ist kostenlos, du musst sie aber mindestens drei Wochen vorher über die Informationsstelle des Parks anfragen[5]. Die Begleitung übernehmen Freiwillige; die Tour findet nur statt, wenn welche verfügbar sind. Plane das also früh, bevor du die Reise buchst.
Vögel, Lagunen und Abstand
Die Lagunen und Dünen gehören zu den empfindlichsten Teilen des Parks, denn hier rasten und brüten Vögel[1]. Bringe ein Fernglas mit, wenn du Vögel beobachten willst, und bleib dabei weit genug weg, dass die Tiere nicht auffliegen. Hunde gehören an die Leine, und Drohnen lässt du am besten zu Hause. Beides sind keine amtlichen Regeln aus unserer Quelle, aber sie entsprechen dem gesunden Menschenverstand in einem Brutgebiet.
Wandern im Park
Auf Formentera gibt es vier ausgeschilderte Wege[6]. Auf Ibiza solltest du dich vor Ort informieren, welche Wege offen sind; nutze nur ausgewiesene Pfade. Allgemeine Tipps zum Wandern auf der Insel findest du bei Wandern auf Ibiza, und eine Beschreibung des Strandes im Park bei Ses Salines Strand.
Fazit
Der Park bleibt nur schön, wenn Besucher die Regeln einhalten. Bleib auf den Wegen, nimm nichts mit, ankere nicht auf Seegras und halte Abstand zu Vögeln. Die Übersicht über alle Ziele findest du unter Wandern & Natur.
Quellen
Jede konkrete Angabe stützt sich auf eine dieser offiziellen Quellen.
Der Naturpark Ses Salines d'Eivissa i Formentera liegt zwischen den beiden Pityusen-Inseln, vom Süden Ibizas bis zum Norden Formenteras einschließlich des trennenden Meeresarms, in den Gemeinden Sant Josep de sa Talaia und Formentera. Er umfasst rund 2752,5 Hektar Land und 14.028 Hektar Meer und ist ein Rast- und Brutgebiet für Zugvögel.
Das Meer macht etwa 85 Prozent des Parkgebiets aus. Die Seegraswiesen der Posidonia oceanica gelten als die am besten erhaltenen des Mittelmeers und wurden 1999 von der UNESCO zum Welterbe erklärt. Im Park wurden rund 210 Vogelarten gezählt.
Der Park ist an allen Tagen des Jahres rund um die Uhr geöffnet. Für Besucher gesperrt sind die Salzlagunen, die Dünensysteme, Cap des Falcó während der Brutzeit (1. März bis 31. Juli), die Inselchen und alles außerhalb der erlaubten Wege. Verboten sind unter anderem Jetski, Speerfischen, das Baden und der Gebrauch des Schlamms in der Lagune von s'Espalmador, das Betreten der Inselchen sowie das Entnehmen von Tieren und Pflanzen; Tauchen sowie Film- und Fotoaufnahmen müssen vorher genehmigt werden.
Geankert werden darf nur auf erlaubten Sandflächen; Ankern auf Posidonia und in Sperrzonen ist verboten. Eine Übernachtung vor Anker ist mit täglicher oder jährlicher Genehmigung möglich.
Wer sich nicht ohne Hilfe in der Natur bewegen kann, darf einen Rundgang mit einem Joëlette-Rollstuhl beantragen; die Leihe ist kostenlos, und man muss sie mindestens drei Wochen vorher über die Informationsstelle anfragen. Das Besucherzentrum Sant Francesc (Eivissa) liegt in den Räumen der Kirche Sant Francesc de s'Estany in der Gemeinde Sant Josep de sa Talaia, an der Straße PM 802 Richtung Ses Salines/Sa Canal; man erreicht es zu Fuß, mit dem Auto, dem Rad oder mit den ALSA-Linien 11 und 11B. Die Informationsstelle des Parks ist unter der Rufnummer 971 17 76 88 erreichbar. Das Zentrum zeigt eine Ausstellung zur Salzgewinnung und einen Film über den Park.
Auf Formentera hat der Park vier ausgeschilderte Fußwege: Can Marroig – Torre de la Gavina, Camí de s'Estany des Peix, Camí des Brolls und Camí de sa Guia – es Trucadors.
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